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Hobby Lobby

Mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Kursleiter*innen bietet die Vienna Hobby Lobby kostenlose Freizeitangebote an mittlerweile 13 Standorten an. Für die Kursleiter*innen und ihre Youth Leader:innen stehen unterstützende Workshops und Supervision zur Verfügung.

Mehrere Kinder basteln ein Bild, auf dem "Hobby Lobby" zu lesen sein wird.
© Simon Groifhofer

Jedes fünfte Kind in Österreich und jedes dritte Kind in Wien ist armutsgefährdet. Neben einem erschwerten Zugang zu Bildung, haben armutsgefährdete Kinder und Jugendliche aufgrund finanzieller Zugangsbarrieren keine Möglichkeit zur Weiterbildung in der Freizeit. Da wir aber rund 70 Prozent unseres Wissens im informellen Kontext – durch Familie oder Freizeitaktivitäten – erlernen, herrscht auch außerhalb der Schule Chancenungerechtigkeit.

Ein Mädchen filmt fotografiert mit einem Handy ein Bild, das sie gemalt hat.
© Simon Groifhofer

Kursvielfalt für alle Kinder

Um diese Herausforderung zu lösen, bietet die Hobby Lobby kostenlose und niederschwellige Freizeitkurse an. Das Angebot ist partizipativ, inklusiv und zielgruppenorientiert aufgebaut. Die Kurse der Hobby Lobby werden von Ehrenamtlichen geleitet und sind vielfältig: Von Sport wie Basketball und Kickboxen über Kreatives wie Street Art und Fotografie bis hin zu Fremdsprachen oder Naturwissenschaften ist alles dabei.

Ein Mädchen filmt fotografiert mit einem Handy ein Bild, das sie gemalt hat.

Erfolgsmodel Hobby Lobby

Das Projekt setzt direkt im Sozialraum der Kinder und Jugendlichen an und ermöglicht es ihnen, sich in den selbst gewählten Kursen frei zu entfalten. Die Zahlen sprechen für sich: So wurden insgesamt 907 kostenlose Freizeitkurse umgesetzt. Dabei konnten 12.813 Kursplätze vergeben und 9.347 Kinder und Jugendliche regelmäßig begleitet werden. 224 ehemalige Teilnehmende wurden zu Youth Leadern ausgebildet und sind somit Vorbilder und Mitgestaltende. Insgesamt wurden über 850 ehrenamtliche Kursleiter*innen in ihrer Tätigkeit begleitet. Mittlerweile ist die Hobby Lobby von vier auf österreichweit 13 Standorte angewachsen. In Rumänien und Deutschland wurde das Konzept übernommen.

Forscherinnen und Forscher am Kompetenzzentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Entrepreneurship an der WU Wien haben in einer Studie den Social Return on Investment (SROI) berechnet und kamen dabei auf den verhältnismäßig hohen Wert von 21,27: Jeder investierte Euro schafft einen monetarisierten Gegenwert von 21,27 Euro.

Zur Website der Vienna Hobby Lobby – Freizeitverein für Kinder und Jugendliche