Kinderrechte weltweit
Über die Projektförderung an UNICEF Österreich werden auch Kinder im Ausland in ihrer Entwicklung unterstützt. Das ermöglicht Kindern mit Behinderungen und armutsbetroffenen Kindern gesellschaftliche Teilhabe und schenkt ihnen eine Perspektive.

Das Österreichische Komitee für UNICEF ist eine der sieben Trägerorganisationen unseres Vereins. Als solche erhält sie entsprechend unserer Vereinsstatuten Förderungen für Projekte, die Kindern mit Behinderungen und armutsgefährdeten Familien zugutekommen. Seit der Gründung von LICHT INS DUNKEL 1989 profitierten bereits zehntausende Kinder und Jugendliche direkt von der Arbeit von UNICEF.
Förderung ab dem Kleinkindalter
Seit einigen Jahren konzentriert sich das Österreichische Komitee für UNICEF in seinen LICHT INS DUNKEL-Projekten auf Europa und hier unter anderem auf die Inklusion im Kleinkindalter, etwa im Kosovo. Dort setzte die UN-Hilfsorganisation mehrere Maßnahmen, um den Übergang aus dem Elternhaus in die frühkindliche Bildung und Betreuung von jungen Kindern mit Behinderungen zu ermöglichen. UNICEF förderte etwa zwei neue inklusive Einrichtungen, die allen Kindern zugutekommen und es gab pädagogische und therapeutische Unterstützung. Auch für das Fachpersonal wurde Unterstützung für die Früherkennung und Betreuung der Kinder bereitgestellt. Zudem wurden assistive Technologien zur Verfügung gestellt, die Kindern Kommunikation und Kontakt zu Gleichaltrigen und zu Betreuungspersonen ermöglichen.

Projektvielfalt in Rumänien
Ein weiteres aktuelles Schwerpunktgebiet ist Rumänien. Dort arbeitet UNICEF auf kommunaler und nationalpolitischer Ebene mit Institutionen wie dem Bildungsministerium und vielen gleichgesinnten relevanten Stakeholdern zusammen, um das System dahingehend zu stärken, dass allen Kindern eine angemessene frühzeitige Förderung, Bildung und Betreuung geboten werden kann. Ein Fokus liegt dabei auf gefährdeten Familien: also Familien mit Kindern mit Behinderungen, von Armut betroffene Kinder und Familien aus Minderheitengruppen.

So wurden Spiel-, Lern- und Erziehungszentren mit Lernmaterialien und Geräten für therapeutische Betreuung ausgestattet. Außerdem wurden Erziehungshilfen sowie psychologische und psychosoziale Unterstützung für Eltern und Kinder bereitgestellt. Auch Veranstaltungen wurden organisiert, um Familien mit kleinen Kindern in die Gemeinschaft zu integrieren und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. UNICEF agiert dabei aus der Überzeugung und dem Bewusstsein heraus, dass jedes Kind ein Recht auf frühe Förderung und frühes Lernen hat.
Inklusive Spielplätze für alle Kinder
Um die Inklusion von Kindern mit Behinderungen in Rumänien in einem informellen Rahmen zu ermöglichen, wurden in zwei Gemeinden modellhaft inklusive Spielplätze errichtet. Denn bis dahin gab es in diesen Städten keine öffentlichen Räume, die speziell für Kinder mit Behinderungen konzipiert waren. Auf inklusiven Spielplätzen können Kinder mit Neugier und Empathie aufeinandertreffen und für die besonderen Bedürfnisse ihrer Spielkameradinnen und -kameraden sensibilisiert werden. Zu der inklusiven Ausstattung gehören beispielsweise ein Ringelspiel, das mit dem Rollstuhl genutzt werden kann, Spielgeräte, die man über Rampen erreicht, Klettergerüste, die den Muskeltonus stimulieren, oder auch Spielgeräte, die die Feinmotorik fördern. UNICEF unterstütze 2022 in Brașov in Zentralrumänien den Bau eines inklusiven Spielplatzes, der längst zu einem Begegnungsort geworden ist und darüber hinaus als integraler Teil des therapeutischen Angebots des nahegelegenen Gesundheitszentrums geschätzt wird. Dieser Spielplatz wurde derart gut angenommen, dass die Gemeinde das Konzept aufgriff und auf neun weitere Standorte ausweitete. Und so können wirklich alle Kinder gemeinsam ihr volles Potenzial entfalten.
Zum Film über den inklusiven Spielplatz in Brașov | Zum Film über den inklusiven Spielplatz in Bacău