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Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis 2025 überreicht

Der Preis würdigt Beiträge, die dem Thema Inklusion breiten Raum geben. Dabei kommen Menschen mit Behinderungen zu Wort und/oder sind selbst journalistisch tätig. Die Beiträge zeigen nicht nur Missstände auf, sondern geben auch Perspektiven.

Gruppenfoto mit allen Gewinnerinnen und Gewinnern des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis 2025/26
© ORF/Klaus Titzer

Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft. Sie sollten die Gesellschaft daher in all ihrer Diversität abbilden. Umso wichtiger ist es, jene journalistischen Beiträgen vor den Vorhang zu holen und sie mit einem Medienpreis zu würdigen, die die Lebensrealitäten aller Menschen darstellen – im Falle des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen.

Alle prämierten Beiträge behandeln wesentliche Aspekte der UN-Behindertenrechtskonvention. Diskriminierungsfreie Sprache war für die Zuerkennung ebenso ausschlaggebend wie mediale Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen, etwa durch Untertitel oder einfache Sprache. Die Beiträge haben eines gemeinsam: Mit journalistischer Tiefe, mit Feingefühl und mit einem echten Interesse an den Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen beleuchten sie Themen, die viel zu oft im Verborgenen bleiben. Und sie zeigen auf, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist.

Der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis, der je Kategorie mit 3.000 Euro dotiert ist, zeichnet nun bereits zum fünften Mal Beiträge aus, die Menschen mit Behinderungen in allen Lebenslagen zeigen, als Privatpersonen, in der Arbeitswelt, in der Freizeit, in der Schule, und so die Aufmerksamkeit für das Thema Inklusion erhöhen. 71 Einreichungen in den Kategorien Printmedien, Fernsehen, Radio und Digitale Medien/Podcast erreichten uns aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Mit viel Interesse und großer Begeisterung hat die Jury die Beiträge gelesen, angesehen und angehört. Die besten vier wurden am 20. März 2026 in einer feierlichen Preisverleihung prämiert.

Franziska Pröll, Gewinnerin des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Printmedien, mit Jurorin Gabriele Falböck und Fritz Hausjell, Sektionschef Martin Zach und LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling
© ORF/Klaus Titzer

Kategorie Printmedien

Die Jury vergab den Preis an Franziska Pröll für ihren Beitrag „Wie viel Inklusion passt in ein Gymnasium?“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

„Die diesen Prozess begleitende Reportage (…) zeigt, dass Journalismus nicht nur gesellschaftliche Probleme benennen, sondern auch konstruktive Lösungen aufzeigen kann. Problems scream, solutions whisper. Guter Journalismus muss nicht laut und plakativ sein, er kann leise sagen, was ist und wie es sein könnte. Franziska Prölls Beitrag zeigt auf, dass Journalismus auch Mut machen kann.“ (Jurorin Gabriele Falböck)

Franziska Pröll, Gewinnerin des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Printmedien, mit Jurorin Gabriele Falböck und Fritz Hausjell, Sektionschef Martin Zach und LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling
Mitglieder der Ö1-Radiokolleg-Redaktion als Gewinner*innen des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Radio mit Juror Martin Ladstätter und Fritz Hausjell, LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling und Sektionschef Martin Zach

Kategorie Radio

Für die vierteilige Sendereihe „In Eigenregie leben“ (Teil1, Teil2, Teil3, Teil4) ging der Preis an das Ö1 Radiokolleg, Redaktionsteam: Christoph Dirnbacher, Lara Egger, Melissa Felsinger, Cornelia Hehn, Sandra, Knopp, Michael Kola, Anna Celine Mark, Katharina Müllebner, Katharina Reiner, Dominic Schmid, Udo Seelhofer, Lisa Steiner, Marietta Trendl, Helen Zangerle.

Den Radiomacherinnen und Radiomachern gelingt es, sehr persönliche und emotionale Zugänge für hochpolitische Themen zu finden. Es gelingt ihnen, die gesellschaftspolitische Relevanz von individuellen Herausforderungen aufzuzeigen. Und es gelingt ihnen, das existentielle Bedürfnis nach Freiheit und Selbstständigkeit bei gleichzeitigem Angewiesensein auf andere für alle Menschen – egal ob behindert oder nicht – zu verdeutlichen!“ (Jurorin Barbara Krenn)

Mitglieder der Ö1-Radiokolleg-Redaktion als Gewinner*innen des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Radio mit Juror Martin Ladstätter und Fritz Hausjell, LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling und Sektionschef Martin Zach
© ORF/Klaus Titzer
Marc Engelhardt und Janina Bauer, Gewinnerinnen des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Online mit Juror*innen Ivana Veznikova und Fritz Hausjell sowie LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling
© ORF/Klaus Titzer

Kategorie Digitale Medien / Podcast

Janina Bauer, Marc Engelhardt und Hanna Fröhlich überzeugten mit dem Beitrag „Achtung Barriere! Stadt als Gefahrenzone“ (CORRECTIV.Schweiz)

„Deutlich und ungeschönt, aber immer respektvoll gegenüber den Menschen, werden hier verschiedene, oft unsichtbare Barrieren nicht nur aufgezeigt, sondern durch moderne Technologien auch nachvollziehbar gemacht. Darin liegt die besondere Stärke dieses Beitrags: Nur wenn Barrieren wahrgenommen und ihre Folgen verstanden werden, entsteht auch der Wille, sie zu beseitigen.“ (Jurorin Ivana Veznikova)

Marc Engelhardt und Janina Bauer, Gewinnerinnen des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Online mit Juror*innen Ivana Veznikova und Fritz Hausjell sowie LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling
Mareike Müller, Gewinnerin des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Fernsehen mit Juror Martin Ladstätter und Fritz Hausjell sowie LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling

Kategorie Fernsehen

Mareike Müller erhielt mit dem Beitrag „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ (ARD) den Preis in der Kategorie Fernsehen.

„Meist sehen wir in den Medien nur eindimensionale Bilder von dankbaren Werkstattbeschäftigten bei Bastelarbeiten. Ihr Film zeigt ein anderes, differenziertes Bild. Er zeigt junge, inklusiv aufgewachsene Menschen mit Behinderung, die von echter Arbeit und Teilhabe träumen. Ein System aus Sonderstrukturen, Bürokratie und Vorurteilen zwingt sie, hart um ihr Recht auf Selbstbestimmung zu kämpfen.“ (Juror Martin Ladstätter)

Mareike Müller, Gewinnerin des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises in der Kategorie Fernsehen mit Juror Martin Ladstätter und Fritz Hausjell sowie LICHT INS DUNKEL-Präsidentin Ines Stilling
© ORF/Klaus Titzer

Zusätzlich wurden anerkennende Würdigungen ausgesprochen

Jury 2025/26

  • Mag.a Dr.in Gabriele Falböck (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft / Medien und digitale Technologien / Uni Wien, FH St. Pölten)
  • Ao. Univ. Prof. i.R. Dr. Fritz Hausjell (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft / Uni Wien)
  • Mag.a Barbara Krenn (Hauptabteilungsleiterin Religion und Ethik multimedial / ORF)
  • Martin Ladstätter, M.A. (Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats)
  • Ivana Veznikova M.Sc. (Moderatorin der Sendereihe „Perspektivenwechsel“ / Okto TV)
  • Univ. Prof. Dr. Germain Weber (Vorstand LICHT INS DUNKEL, Fakultät für Psychologie / Uni Wien)

Der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis wird dankenswerterweise vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gefördert.

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