Inklusions-Medienpreis
Der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis holt exzellente Berichterstattung über Inklusion vor den Vorhang. Viele der prämierten Beiträge wurden von oder in enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen gestaltet.

Kategorien
In den Kategorien Printmedien, Fernsehen, Radio sowie Digitale Medien / Podcast würdigt der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis seit 2021/22 Redakteur*innen und Redaktionsteams aus dem deutschen Sprachraum, die dem Thema Inklusion in den Medien Raum geben. In den Beiträgen kommen Menschen mit Behinderungen selbst zu Wort oder waren bei der Erstellung journalistisch tätig.
Kriterien
- Behandlung wichtiger Aspekte der Inklusion bzw. der UN-Behindertenrechts-Konvention
- Diskriminierungsfreie Sprache
- Mediale Zugänglichkeit der nominierten Beiträge für Menschen mit Behinderungen (Untertitel bei Fernsehen verfügbar, mit Screenreader gut lesbar, in leichter bzw. einfacher Sprache verfügbar, etc.)
- Objektivität und Unabhängigkeit des Beitrags
- Sachliche Richtigkeit
- Berücksichtigung journalistischer und ethischer Prinzipien
- Umfang und Qualität der Recherche
- Reichweite des Beitrags
Ausschreibung
Bis 31. Oktober 2025 konnten Beiträge, die zwischen 1. August 2024 und 31. Juli 2025 veröffentlicht wurden, eingereicht werden. Im September 2026 wird der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis voraussichtlich wieder ausgeschrieben.
Auszeichnung
Der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis ist je Kategorie mit 3.000 Euro dotiert, wobei das Preisgeld auch auf zwei Gewinnerinnen bzw. Gewinner aufgeteilt werden kann. Das Preisgeld wird von Sponsoren getragen.
Preisträger*innen 2025/26

Printmedien –Franziska Pröll – „Wie viel Inklusion passt in ein Gymnasium?“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Radio – Ö1 Radiokolleg (Christoph Dirnbacher, Lara Egger, Melissa Felsinger, Cornelia Hehn, Sandra Knopp, Michael Kola, Anna Celine Mark, Katharina Müllebner, Katharina Reiner, Dominic Schmid, Udo Seelhofer, Lisa Steiner, Marietta Trendl, Helen Zangerle) – „In Eigenregie leben“ (Teil1, Teil2, Teil3, Teil4 )
Digitale Medien / Podcast –Janina Bauer, Marc Engelhardt und Hanna Fröhlich – „Achtung Barriere! Stadt als Gefahrenzone“ (CORRECTIV.Schweiz)
Fernsehen – Mareike Müller – „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ (ARD) Zusätzlich wurden Anerkennungspreise in allen vier Kategorien ausgesprochen.

Jury 2025/26
- Mag.a Dr.in Gabriele Falböck (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft / Medien und digitale Technologien / Uni Wien, FH St. Pölten)
- Ao. Univ. Prof. i.R. Dr. Fritz Hausjell (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft / Uni Wien)
- Mag.a Barbara Krenn (Hauptabteilungsleiterin Religion und Ethik multimedial / ORF)
- Martin Ladstätter, M.A. (Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats)
- Ivana Veznikova M.Sc. (Moderatorin der Sendereihe „Perspektivenwechsel“ / Okto TV)
- Univ. Prof. Dr. Germain Weber (Vorstand LICHT INS DUNKEL, Fakultät für Psychologie / Uni Wien)
Zu den Preisträger*innen der vergangenen Jahre

Der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis ist eine wichtige Anerkennung für Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Arbeit zeigen: Inklusion ist kein Randthema, sondern gehört in die Mitte unserer Berichterstattung und unserer Gesellschaft.
Ingrid Thurnherinterimistische ORF-Generaldirektorin

Die Gewinnerinnen und Gewinner zeigen auf besonders eindrucksvolle Weise, wie wichtig journalistische Arbeit ist, die Barrieren abbaut und Menschen in all ihrer Vielfalt sichtbar macht. Inklusion ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Auftrag verantwortungsvoller Berichterstattung.
Lisa ZuckerstätterLeiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting

Mit dem Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis möchten wir als Verein LICHT INS DUNKEL Inklusion sichtbarer und hörbarer machen. Der Preis würdigt Beiträge, die in jeder Hinsicht beispielgebend für Inklusion sind und so dazu motivieren, aufeinander zuzugehen und einander zu verstehen.
Mag.a Ines StillingPräsidentin des Vereins LICHT INS DUNKEL
Über den Preis
Der Preis wurde von LICHT INS DUNKEL nach einer Idee von ORF-Redakteurin Čedomira Schlapper ins Leben gerufen. Er soll die großen Leistungen von Herbert Pichler, dem im April 2021 bei einem tragischen Unglück verstorbenen früheren Präsidenten des Österreichischen Behindertenrates, würdigen und die Aufmerksamkeit für das Thema Inklusion erhöhen.
Seit Anbeginn (2021/22) wird der Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis dankenswerterweise vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gefördert, seit 2025/26 auch vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Bis 2024/25 sponserte das Bundeskanzleramt der Republik Österreich einen Teil des Preisgeldes.